Mit noamol 2.0 – Kommunales Re-Use Konzept wird in Tirol ein neuer, geordneter und rechtssicherer Ansatz zur Förderung der Wiederverwendung (Re-Use) umgesetzt. Ziel ist die Errichtung von 20 Re-Use-Abgabestellen an den größten und meistfrequentierten Recyclinghöfen der Bezirke Innsbruck-Land und Schwaz. Die Standorte sind so gewählt, dass eine bestmögliche Abdeckung der Bevölkerung gewährleistet ist. Damit erhalten Bürger:innen erstmals einen flächendeckenden, niederschwelligen Zugang zur Abgabe gebrauchsfähiger Gegenstände. Das Projekt kombiniert Infrastrukturschaffung, Personal- und Koordinationsaufwand sowie Öffentlichkeitsarbeit zu einem geschlossenen System. So werden Ressourcen geschont, regionale Arbeitsplätze geschaffen und Bürger:innen erhalten einen einfachen Zugang zu wiederverwendbaren Produkten – ein klarer Mehrwert für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.
- Umwelt schützen: längere Produktlebensdauer = weniger Ressourcenverbrauch + Klimaschutz
- Keine Zusatzkosten: maximal die Entsorgung nicht verwertbarer Teile (muss geregelt werden)
- Finanzieller Nutzen: Gewinnbeteiligung (4 %), weniger Entsorgungsgebühren
- Regionale Jobs & Soziales: SÖBs sichern Arbeitsplätze, Integration benachteiligter Personen
- Bürgerakzeptanz: hohes Interesse, positive Öffentlichkeitswirkung
- Rechtliche Erfüllung: AWG, BAWG & EAG-VO schreiben Re-Use-Förderung vor
Was ist zu tun?
• noamol-Boxen und gute, wiederverwendbare Gegenstände an Annahmestelle bzw. den jeweiligen Fraktionen (Containern) annehmen
• Gegenstände in die Abgabestelle sauber verstauen (in Regale oder Flächen);
Was sind die Hürden?
• Aufwand und Zeit
• Motivation
• schlechte Erfahrungen
• Kosten
Lösungsansätze:
• Bewusstseinsbildung und starke persönliche Betreuung
• Anreizsystem durch Beteiligung am Umsatz (aktuell 4% vom Verkaufserlös)
• Alternativen: Einbindung von SÖBs oder gemeinnützigen Vereinen/Ehrenamt
